Für die SchülerInnen ist jemand da!

Eine wichtige Sache ist für Kinder und Jugendliche von 23 Schulen die Schulsozialarbeit im Bezirk. Sie sind auch trotz erschwerter Bedingungen online, telefonisch und auch an den Schulen erreichbar.

Jugendlicher zu sein ist oft gar nicht so leicht. Abgesehen von der hormonellen Umstellung kommen noch Gefühlschaos, Stress in der Schule, zu Hause und mit Freunden hinzu. Aus diesem Grund gibt es die Schulsozialarbeit, die vor allem jetzt, in Zeiten von Abstand und Homeschooling, Wege findet, um die Schüler zu erreichen.
2015 wurde vom Land beschlossen, Schulsozialarbeit in allen Bildungsregionen der Steiermark einzuführen. Unter der Leitung von Andreas Raith-Pretterhofer wird in unserem Bezirk bereits an 23 Schulen durch zehn Mitarbeiter vorbildliche Arbeit geleistet. Darunter befinden sich auch drei Volksschulen. „Schulsozialarbeit fördert die individuellen und sozialen Kompetenzen von Schülern und ermöglicht es, Probleme im Rahmen des Lebensraums Schule früh zu erkennen und gemeinsam mit den Schülern, Lehrern und Eltern individuelle Lösungen zu finden. Je früher man ein Problem aufgreift, desto höher stehen die Chancen, es zu lösen“, so Raith-Pretterhofer.

Vertrauen und Erreichbarkeit

Zwei Mitarbeiterinnen des zehnköpfigen Teams sind Iris Kraxner und Kerstin Kohl. Sie setzen mit ihren Kollegen gezielt Aktionen, um eine Vertrauensbasis mit den Schülern zu schaffen. „Vor allem in so einer herausfordernden Zeit zeigen wir den Schülern, dass sie nicht allein gelassen werden und wir für sie erreichbar sind. Da wir auch in den sozialen Medien wie etwa Instagram oder Facebook vertreten sind, hat es auch in den Lockdowns recht gut funktioniert“, so Kerstin Kohl. Dabei setzen die Schulsozialarbeiter auf soziale Medien, Erreichbarkeit über das Internet, Newsletter für Schüler sowie Lehrer und Präsenz an den Schulen.
Um sich weiter zu verbessern, sind die Schulsozialarbeiter in ständigem Austausch mit Kollegen aus anderen Bezirken. „Wir versuchen Wege zu finden, um die Schüler zu erreichen. Die ,Klogespräche‘ sind zum Beispiel beliebt. Dabei werden in den Klos Zettel mit wechselnden Themen aufgehängt. Da fragen die Schüler mittlerweile schon nach, wann das neue Thema kommt. Aber auch speziell auf Situationen angepasste Workshops und andere wirksame Aktionen werden durchgeführt“, ergänzt Iris Kraxner. Ab sofort gibt es sogar jeden Monat ein Thema (im Jänner: physische Gesundheit), über das die Schüler in den sozialen Kanälen der Schulsozialarbeit des Bezirkes informiert werden.